Satzung

Satzung

beschlossen durch die Mitgliederversammlung am 02. November 1991, ergänzt durch die Mitgliederversammlung am 31. 0ktober 1993 und geändert durch die Mitgliederversammlung am 07. Dezember 1997.

Name und Aufgabe

§ 1

Im Bewusstsein, dass die Kenntnis der gemeinsamen Geschichte von Deutschen und Polen und ihren Nachbarn wichtig für ein geeintes Europa ist, fördert die „Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen e.V.“ die Erforschung der Geschichte der Deutschen und ihrer Siedlungsgebiete in den historischen Grenzen Polens sowie der deutsch-polnischen Beziehungen in Geschichte und Kultur durch Vorträge und Tagungen und die Unterstützung und die Publikation wissenschaftlicher Arbeiten insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie setzt die Tätigkeit der "Historischen Gesellschaft für Posen" fort.

§2

Die "Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen " ist ein eingetragener Verein. Sie wurde am 15. Januar 1995 als Historisch-Landeskundliche Kommission für Posen und das Deutschtum in Polen e.V. beim Amtsgericht Marburg am 15. Januar 1995 unter Nr. 1724 registriert. Ihr Sitz ist Gersfeld.

§ 3

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Keine Person, sei sie Mitglied oder Nichtmitglied, darf durch Ausgaben, die dem Vereinszweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Ausgaben begünstigt werden.

Mitgliedschaft

§ 4

Als Mitglieder der Kommission können aufgenommen werden:

1. Natürliche Personen, die an den Aufgaben der Kommission durch eigene wissenschaftliche oder werbende Tätigkeit aktiven Anteil nehmen und den Jahresbeitrag entrichten.

2. Juristische Personen, die sich zur Leistung des jährlichen Beitrages verpflichten, mindestens in der von der Mitgliederversammlung festgesetzten Höhe.

3. Personen, die sich um den Aufgabenbereich der Kommission besonders hervorragende Dienste erworben haben, als Ehrenmitglieder.

4. Personen, die die Kommissionsarbeit unterstützen wollen, können als fördernde Mitglieder aufgenommen werden.

§ 5

1. Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes nach schriftlichem Antrag oder Einverständnis des Beitretenden.

2. Ehrenmitglieder werden auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung ernannt.

§ 6

Die Mitgliedschaft erlischt:

1. durch Tod.

2. durch Erklärung des Austritts zum Schluss des Kalenderjahres. Die Austrittserklärung hat schriftlich zu Händen des 1. Vorsitzenden zu erfolgen.

3. Durch Ausschluss, der durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit erfolgen kann, wenn das Mitglied Aufgaben und Zweck des Vereins schädigt. Der Antrag auf Ausschluss ist in die Tagesordnung aufzunehmen.

4. Durch Streichung, die durch Beschluss des Vorstandes erfolgt, wenn ein Mitglied mit seinen Beitragsverpflichtungen mehr als zwei Jahre unentschuldigt im Rückstand ist und dreimal vergeblich gemahnt wurde. Der Ausschluss befreit nicht von der Verpflichtung zur Zahlung der rückständigen Beiträge. Bei Widerspruch entscheidet die Mitgliederversammlung.

Vereinsorgane

§7

Die Kommission erledigt ihre Aufgaben durch die Mitgliederversammlung, den Vorstand und die Fachausschüsse.

Die Mitgliederversammlung

§ 8

Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

1. Entgegennahme von Arbeitsberichten und Besprechung der Jahresberichte;

2. Entgegennahme der Jahresrechnungen und Entlastung des Vorstandes;

3. Wahl der Vorstandsmitglieder;

4. Ernennung von Ehrenmitgliedern;

5. Ausschluss von Mitgliedern gemäß § 6, 3

6. Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages;

7. Satzungsänderungen;

8. Auflösung der Kommission und Verfügung über ihr Vermögen; "1

9. Wahl von zwei Rechnungsprüfern für 2 Jahre, die der Mitgliederversammlung Bericht erstatten;

10. Wahl des Protokollführers in der Mitgliederversammlung.

§ 9

1. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens alle zwei Jahre statt.

2. Auf Beschluss des Vorstandes oder auf schriftlichen Antrag, der eine Begründung enthalten muss, von dem zehnten Teil der Mitglieder muss eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden.

3. Die Einberufung erfolgt durch den 1. Vorsitzenden schriftlich mit Angabe der Tagesordnung und mit einer Frist von 1 Monat. Die Mitgliederversammlung wird vom 1. Vorsitzenden, im Fall seiner Verhinderung durch ein anderes Vorstandsmitglied geleitet. Auf Antrag aus der Versammlung muss über die Wahl des Versammlungsleiters beschlossen werden.

§10

1. In der Mitgliederversammlung haben sämtliche anwesenden Mitglieder Stimmrecht. Juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch einen anwesenden Beauftragten aus. Die Übertragung des Stimmrechts Abwesender auf einen Teilnehmer ist nicht zulässig.

2. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig.

3. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden. Zu Satzungsänderungen und zur Auflösung des Vereins ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder erforderlich. Auf Antrag und mit Zustimmung der Mehrheit muss ein Beschluss durch Stimmzettel erfolgen.

4. Die Wahlen von Vorstandsmitgliedern und die Ernennung von Ehrenmitgliedern werden auf Antrag durch Stimmzettel vorgenommen.

5. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist. Sie ist vom Vorstand aufzubewahren und in Abschrift allen Mitgliedern zuzusenden.

Der Vorstand

§11

1. Der Vorstand besteht aus dem 1. und 2. Vorsitzenden und bis zu drei weiteren Vorstandsmitgliedern. Der 1. und der 2. Vorsitzende sind alleinvertretungsberechtigt. (§ 26 BGB)

2. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf vier Jahre gewählt; eine Wiederwahl ist zulässig. Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.

§ 12

1. Sitzungen des Vorstandes werden vom 1. Vorsitzenden nach Bedarf einberufen und geleitet, im Fall seiner Verhinderung vom 2. Vorsitzenden. Sie sind bei Anwesenheit von zwei Vorstandsmitgliedern beschlussfähig. Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet der 1. Vorsitzende.

2. Beschlüsse können auch auf schriftlichem Wege gefasst werden.

3. Über die Beschlüsse des Vorstandes ist eine Niederschrift anzufertigen. Ohne Sitzung auf schriftlichem Wege gefasste Beschlüsse sind mit den übrigen Niederschriften aufzubewahren.

§ 13

1. Der Vorstand stellt den Haushaltsplan und den wissenschaftlichen Arbeitsplan der Kommission auf, berät und befürwortet die Aufnahme von Mitgliedern, berät über Forschungen und Veröffentlichungen, bereitet die Vorschläge zur Tagesordnung für die Mitgliederversammlung vor, führt ihre Beschlüsse aus, erstattet ihr den Arbeitsbericht, legt ihr Rechnung und vertritt die Kommission nach außen.

2. Der Vorstand ist befugt, im Rahmen der der Kommission zur Verfügung stehenden Mittel Verträge abzuschließen und sonstige Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

3. Zur rechtlichen Vertretung der Kommission genügt die Unterschrift des 1. und 2. Vorsitzenden mit dem Zusatz des Namens der Kommission.

§ 14

Der 1. Vorsitzende beruft und leitet die Mitgliederversammlung (außer in dem in § 9,3 vorgesehenen Fall) und Vorstandssitzungen.

§ 15

1. Der Vorstand bestimmt die Geschäftsführung.

2. Der 1. Vorsitzende ist in der Regel der Geschäftsführer des Vereins; seine Geschäftsführung umfasst auch die Kassenführung. Im Falle seiner Verhinderung wird er vom 2. Vorsitzenden vertreten, oder nach Beschluss des Vorstandes durch ein anderes Vorstandsmitglied.

3. Der Vorstand kann eine Hilfskraft, die nicht Mitglied des Vereins sein muss, für die Unterstützung des 1. Vorsitzenden unter dessen Verantwortung beschäftigen und ein Mitglied des Vorstandes oder aus dem Mitgliederkreis mit der Kassenführung beauftragen.

Fachausschüsse

§ 16

1. Für die Durchführung besonderer Aufgaben können aus dem Kreis der Mitglieder Fachausschüsse gebildet werden. Diese bestimmen ihre Leiter selbst und können im Bedarfsfall weitere Personen, die nicht Mitglieder der Kommission sein müssen, mit beratender Stimme hinzuziehen. An ihren Sitzungen kann der 1. Vorsitzende der Kommission oder ein von ihm beauftragtes Vorstandsmitglied jederzeit teilnehmen.

2. Die Fachausschüsse berichten dem Vorstand und der Mitgliederversammlung über ihre Tätigkeit.

Geschäftsführung (Finanzverwaltung)

§ 17

Die für ihre Zwecke erforderlichen Mittel erhält die Kommission aus Beiträgen ihrer Mitglieder und durch Zuwendungen.

§ 18

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 19

1. Die Verfolgung anderer als der in § 1 genannten gemeinnützigen wissenschaftlichen Zwecke ist ausgeschlossen.

2. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins und dürfen bei ihrem Ausscheiden oder Auflösung der Kommission keine Zahlungen auf Grund ihrer Mitgliedschaft zurückerhalten.

3. Die Kommission darf keine Person durch ihren Zwecken fremde Verwaltungsaufgaben oder durch unangemessene Vergütungen begünstigen.

Auflösung

§ 20

1. Eine Auflösung der Kommission erfolgt, wenn eine zu diesem Zweck einberufene Mitgliederversammlung dieses mit zwei Dritteln Mehrheit der Anwesenden beschlossen hat.

2. Im Falle der Auflösung ist das verbleibende Vermögen gemeinnützigen und steuerbegünstigten wissenschaftlichen Zwecken, die den Aufgaben der Kommission entsprechen, zuzuführen. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

Schlussbestimmungen

§ 21

Alle noch anfallenden Änderungen werden nach den Maßgaben des Amtsgerichtes Marburg (Vereinsregister) erfolgen.

Die Satzung wurde in dieser Form von der ordentlichen Mitgliederversammlung in Mainz am 07. Dezember 1999 beschlossen.